Was kostet eine Website? Die Rechnung, aufgeschlüsselt
Die ehrliche Antwort lautet „kommt darauf an", und damit ist niemandem geholfen. Deshalb hier die Gegenrichtung: woraus sich der Preis zusammensetzt, was einmalig und was jährlich anfällt, und wie du zwei Angebote vergleichbar machst.
Frag zehn Anbieter, was eine Website kostet, und du bekommst zehnmal „kommt darauf an". Das stimmt sogar, hilft nur niemandem weiter, der gerade ein Budget planen muss.
Deshalb hier die Gegenrichtung. Wir zeigen, woraus sich der Preis zusammensetzt, was davon einmalig anfällt und was jedes Jahr, und mit welchen acht Fragen du zwei Angebote so weit auf eine Linie bringst, dass ein Vergleich überhaupt möglich wird. Ganz am Ende stehen unsere eigenen Zahlen, damit klar ist, aus welcher Ecke wir reden.
Die kurze Antwort
Das sind die Spannen, die am deutschen Markt für die jeweiligen Umfänge aufgerufen werden.
| Was du bekommst | Übliche Spanne | Wann es passt |
|---|---|---|
| Baukasten, selbst gebaut | 10 bis 40 € im Monat | Du hast Zeit und traust dir die Gestaltung zu |
| Eine Seite, ein Zweck (One-Pager) | 800 bis 2.500 € | Visitenkarte im Netz, ein Angebot, ein Kontaktweg |
| Firmenwebsite, vier bis acht Seiten | 1.500 bis 5.000 € | Der Regelfall für Selbstständige und kleine Teams |
| Dieselbe Seite mehrsprachig | Aufschlag 30 bis 60 % | Zweite Sprache heißt zweite Fassung jeder Seite |
| Website mit Buchung oder Rechner | 4.000 bis 12.000 € | Sobald etwas berechnet, gebucht oder gezahlt wird |
| Onlineshop | ab 6.000 € | Produkte, Versand, Zahlung, Steuern |
| Plattform oder eigenes Produkt | ab 15.000 € | Nutzerkonten, Daten, laufende Weiterentwicklung |
Die Spannen sind breit, und genau das ist der Punkt. Sie werden erst schmal, wenn man die Fragen im nächsten Abschnitt beantwortet.
Woran der Preis wirklich hängt
Das ist die häufigste Fehlannahme. Gestaltung ist ein Posten unter mehreren und selten der größte. Was den Preis wirklich bewegt, sind sechs Entscheidungen.
Wie viele Seiten. Nicht die Zahl allein, sondern die Zahl der verschiedenen Seiten. Zwölf Produktseiten nach demselben Muster sind ein Bruchteil der Arbeit von drei Seiten, die alle anders aufgebaut sind.
Woher die Texte kommen. Der teuerste Satz in vielen Projekten lautet „Die Texte liefern wir noch nach". Texte schreiben lassen kostet Geld, Texte selbst schreiben kostet Zeit, und Texte, die nie kommen, kosten das ganze Projekt. Wer die Inhalte liefert, gehört ins Angebot.
Wie viele Sprachen. Eine zweite Sprache verdoppelt fast alles: jede Seite, jedes Menü, jede Fehlermeldung, jeder Rechtstext. Dazu kommt Technik, die Suchmaschinen sagt, welche Fassung für wen gedacht ist.
Ob etwas rechnet. Ein Kontaktformular ist ein Formular. Ein Formular, das eine Verfügbarkeit prüft, einen Preis ausrechnet und eine Zahlung anstößt, ist Software. Zwischen beiden liegt der größte Sprung auf der ganzen Liste.
Ob umgezogen wird. Eine neue Seite auf einer leeren Domain ist einfach. Eine neue Seite, die eine bestehende ersetzt, braucht eine Liste der alten Adressen und für jede eine Weiterleitung, sonst verliert sie ihre Sichtbarkeit bei Google. Wie das abläuft, steht bei uns im Beitrag zum Website-Relaunch.
Wer sie später pflegt. Eine Seite, die nur ein Fachmann ändern kann, ist in der Erstellung billiger und im Betrieb teurer. Eine Seite, die du selbst pflegst, braucht vorne mehr Sorgfalt und eine Einweisung.
Wo die Zeit hingeht
Rechne jedes Angebot einmal in Stunden um. Der durchschnittliche Stundensatz von Selbstständigen im IT-Bereich lag 2026 im deutschsprachigen Raum bei 103 Euro (Freelancer-Kompass 2026, 1.310 Befragte). Agenturen liegen darüber, Berufseinsteiger darunter.
Ein Angebot über 1.900 Euro sind damit rund 19 Stunden. Ein Angebot über 6.000 Euro sind rund 58. Wer dir für 1.900 Euro achtzig Stunden Arbeit verspricht, hat sich entweder verrechnet oder meint etwas anderes als du.
So verteilen sich die Stunden bei uns auf ein Projekt von vierzehn Tagen. Andere Anbieter schneiden es anders, die Größenordnungen ähneln sich.
| Schritt | Anteil | Was dabei passiert |
|---|---|---|
| Gespräch und Aufbau | 15 % | Ziele, Seitenplan, was auf welche Seite gehört |
| Gestaltung | 25 % | Entwurf, eine Korrekturrunde, Bilder aufbereiten |
| Umsetzung | 30 % | Seiten bauen, Formular, Telefonansicht |
| Inhalte einpflegen | 15 % | Texte einsetzen, kürzen, Überschriften ordnen |
| Technik und Prüfung | 10 % | Tempo, Barrierefreiheit, Suchmaschinen, Rechtstexte |
| Übergabe | 5 % | Einweisung, Zugänge, Sicherung |
Die beiden letzten Zeilen sind die, die in günstigen Angeboten fehlen. Sie machen zusammen nur ein Sechstel aus und entscheiden trotzdem darüber, ob die Seite nach einem halben Jahr noch gefunden wird und ob du sie selbst pflegen kannst.
Einmalig und laufend
Der Preis im Angebot ist der eine Teil. Der andere steht selten daneben.
| Posten | Einmalig | Pro Jahr | Anmerkung |
|---|---|---|---|
| Domain | 0 bis 20 € | 10 bis 30 € | Muss auf deinen Namen laufen |
| Hosting | 0 € | 50 bis 250 € | Für eine Firmenseite reicht das kleine Paket |
| TLS-Zertifikat | 0 € | 0 € | Let's Encrypt ist kostenlos und Standard |
| Gestaltung und Bau | 800 bis 12.000 € | 0 € | Der Posten aus dem Angebot |
| Texte durch den Anbieter | 80 bis 250 € je Seite | 0 € | Entfällt, wenn du selbst schreibst |
| Bilder | 0 bis 500 € | 0 € | Eigene Fotos, Bilddatenbank oder Termin mit Fotograf |
| Rechtstexte | 0 bis 300 € | 0 bis 120 € | Bei uns enthalten, siehe unten |
| Aktualisierungen und Sicherungen | 0 € | 0 bis 1.200 € | Hängt an der Bauart, bei uns über den Wartungsvertrag |
| Änderungen im Betrieb | 0 € | nach Aufwand | Oder du machst sie selbst |
Der Posten mit der größten Streuung ist die vorletzte Zeile, und sie hängt an einer einzigen Frage: Wie viele bewegliche Teile hat die Seite?
Eine Seite auf einem verbreiteten Redaktionssystem mit fünfzehn Erweiterungen hat fünfzehn Stellen, an denen Aktualisierungen anfallen und Sicherheitslücken auftreten können. Das ist beherrschbar, aber es ist Arbeit, und jemand muss sie machen. Eine Seite ohne Datenbank und ohne Erweiterungen hat diese Stellen nicht. Warum wir unsere eigene Seite entsprechend gebaut haben, steht im Beitrag über den Wechsel von WordPress.
Drei Arten abzurechnen
| Modell | Vorteil | Nachteil | Passt bei |
|---|---|---|---|
| Festpreis | Du weißt vorher, was du zahlst | Der Umfang muss vorher stehen | Firmenwebsites, Relaunch |
| Stundensatz | Änderungen sind jederzeit möglich | Die Summe steht erst am Ende fest | Plattformen, laufende Betreuung |
| Miete im Monat | Kleiner Betrag am Anfang | Läuft weiter, und meist gehört dir nichts | Nur mit kurzer Laufzeit |
Beim Festpreis liegt das Risiko einer Fehlschätzung beim Anbieter, und das ist der eigentliche Wert für dich. Damit das für beide Seiten aufgeht, muss der Umfang vorher beschrieben sein. Ein Festpreis ohne Beschreibung ist eine Ansage, die später korrigiert wird.
Bei der Miete lohnt das Nachrechnen. 49 Euro im Monat sind bei 48 Monaten Laufzeit 2.352 Euro, und danach beginnt in vielen Verträgen die Verlängerung. Das kann sich lohnen, wenn Pflege, Hosting und Änderungen wirklich enthalten sind und die Laufzeit kurz ist. Es lohnt sich nicht, wenn du am Ende ohne Domain, ohne Inhalte und ohne Website dastehst.
Fünf Posten, die in Angeboten regelmäßig fehlen
- Rechtstexte. Impressum, Datenschutzerklärung und je nach Angebot AGB. Am Markt kostet ein Generator im Abo um die 10 Euro im Monat, eine anwaltliche Prüfung einmalig mehr. Frag nach, ob sie im Angebot stehen. Bei uns sind sie enthalten, siehe unten.
- Bildrechte. Bilder aus einer Datenbank sind oft für ein Projekt lizenziert. Wer die Lizenz nicht auf deinen Namen kauft, hinterlässt dir ein Problem.
- Der Umzug. Alte Adressen, Weiterleitungen, E-Mail-Postfächer, DNS. Bei einer bestehenden Seite ist das ein eigener Arbeitsschritt und keine Kleinigkeit.
- Die Einweisung. Eine Stunde am Ende, in der du lernst, wie du Texte änderst. Ohne sie rufst du für jede Kleinigkeit an, und das wird teurer als die Stunde.
- Barrierefreiheit. Für Onlineshops und buchbare Dienstleistungen ist sie inzwischen Pflicht. Was genau verlangt wird und wer betroffen ist, steht in unserem Beitrag zum BFSG.
Woran du ein schwaches Angebot erkennst
- Eine einzige Zeile mit einer Summe. Ohne Aufschlüsselung kannst du nichts vergleichen und nichts prüfen.
- Die Domain läuft auf den Anbieter. Damit hängt dein Zugang zum Netz an einer fremden Rechnung.
- Kein Wort zum Export. Frag, wie du deine Inhalte bekommst, wenn ihr euch trennt. Die Antwort sagt viel.
- Laufzeit über zwölf Monaten bei Miete. 36 oder 48 Monate ohne Ausstieg sind eine Finanzierung, keine Dienstleistung.
- Ein monatliches Paket ohne Bericht. Wer Betreuung verkauft, kann sagen, was im letzten Monat passiert ist.
- Ein Preis ohne eine einzige Rückfrage. Wer nicht fragt, wie viele Seiten und woher die Texte kommen, rechnet mit Annahmen, die später zu Nachträgen werden.
Acht Fragen, die zwei Angebote vergleichbar machen
Stell sie beiden Anbietern wörtlich und leg die Antworten nebeneinander. Danach vergleichst du Leistungen statt Summen.
- Wie viele Unterseiten sind enthalten, und was kostet eine weitere?
- Wer schreibt die Texte, und wie viele Korrekturrunden sind drin?
- Woher kommen die Bilder, und auf wessen Namen läuft die Lizenz?
- Ist der Umzug der alten Adressen enthalten?
- Auf wessen Namen laufen Domain und Hosting?
- Was kostet der Betrieb im zweiten Jahr?
- Kann ich Texte selbst ändern, und gibt es eine Einweisung?
- Was passiert mit Inhalten und Domain, wenn wir uns trennen?
Was wir nehmen
Damit klar ist, aus welcher Ecke wir schreiben: Bei uns kostet eine Website ab 1.900 Euro und ist nach vierzehn Tagen online. Enthalten sind Gestaltung, Umsetzung, Technik, Beratung zu den Texten und die Einweisung am Schluss. Die Inhalte lieferst du, wir bringen sie in Form. Der Ablauf steht auf der Seite Website in zwei Wochen.
Die Rechtstexte gehören dazu. Impressum, Datenschutzerklärung und AGB kommen mit jeder Website, die wir übergeben, erstellt in Zusammenarbeit mit eRecht24. Damit gehst du an den Start, ohne dich vorher noch um einen Generator oder einen Anwaltstermin kümmern zu müssen.
Aktuell halten lässt sich das über einen Wartungsvertrag. Er ist freiwillig und deckt drei Dinge ab: die Rechtstexte werden nachgezogen, wenn sich die Rechtslage ändert, kleine Änderungen an der Website erledigen wir laufend, und Wartung samt Sicherheitsaktualisierungen läuft mit. Wer lieber selbst pflegt, lässt ihn weg.
Eigene Posten bleiben die Fotoproduktion und alles, was rechnet, bucht oder verkauft. Die nennen wir vorher.
Wenn du gerade ein Angebot vor dir hast und unsicher bist, ob der Preis passt: Schick es uns. Wir sagen dir, was fehlt und woran die Summe hängt, auch wenn du danach beim anderen Anbieter bleibst.
Quellen
Stand dieses Beitrags
Rechtstexte in Zusammenarbeit mit eRecht24 gehören bei uns zum Lieferumfang. Dazu neu der Abschnitt zum Wartungsvertrag.
Häufige Fragen zu den Kosten
Was kostet eine einfache Website für Selbstständige?
Für eine Seite mit vier bis sechs Unterseiten, eigenem Gestaltungsentwurf, Kontaktformular und sauberer Technik werden am deutschen Markt üblicherweise 1.500 bis 5.000 Euro aufgerufen. Darunter liegen Baukastenlösungen, bei denen du selbst baust und nur die Miete zahlst. Darüber liegt alles, was mehr Seiten, mehrere Sprachen oder eigene Funktionen braucht.
Was kostet eine Website im laufenden Betrieb?
Domain und Hosting liegen für eine normale Firmenseite zusammen bei etwa 60 bis 300 Euro im Jahr. Dazu kommen die Posten, die je nach Bauart anfallen: Lizenzen für Theme oder Erweiterungen, Sicherungen und die Pflege der Aktualisierungen. Wer eine Seite auf einem verbreiteten Redaktionssystem mit vielen Erweiterungen betreibt, sollte Wartung fest einplanen. Eine Seite ohne Datenbank und ohne Erweiterungen kommt mit deutlich weniger aus.
Festpreis oder Stundensatz, was ist besser?
Ein Festpreis passt, wenn der Umfang vorher beschreibbar ist, also bei den meisten Firmenwebsites. Du weißt vorher, was du zahlst, und das Risiko einer Fehlschätzung liegt beim Anbieter. Ein Stundensatz passt, wenn sich der Umfang während der Arbeit erst zeigt, etwa bei einer Plattform oder einer laufenden Betreuung. Wichtig ist bei beiden Modellen dieselbe Frage: Was genau ist enthalten, und was kostet extra?
Warum kostet dieselbe Website bei einem Anbieter 2.000 und beim nächsten 12.000 Euro?
Weil hinter dem Wort Website sehr verschiedene Dinge stecken. Der Preis hängt an der Zahl der Entscheidungen: wie viele Seiten, wie viele Sprachen, kommen die Texte von dir oder vom Anbieter, gibt es einen Umzug mit Weiterleitungen, soll etwas berechnet, gebucht oder verkauft werden. Zwei Angebote sind erst vergleichbar, wenn diese Punkte in beiden gleich beantwortet sind.
Ist eine Website zur Miete für 49 Euro im Monat günstiger?
In den ersten Monaten ja, danach selten. Bei 49 Euro im Monat und 48 Monaten Laufzeit sind es 2.352 Euro, und am Ende gehört dir in der Regel nichts davon. Entscheidend sind drei Punkte im Vertrag: die Laufzeit, wem die Domain gehört und ob du deine Inhalte am Ende mitnehmen kannst. Stehen dort 36 oder 48 Monate ohne Kündigungsmöglichkeit, ist es ein Kredit mit Website obendrauf.
Sind Impressum und Datenschutzerklärung im Preis enthalten?
Bei uns ja. Impressum, Datenschutzerklärung und AGB entstehen in Zusammenarbeit mit eRecht24 und werden mit jeder Website übergeben. Am Markt ist das keine Selbstverständlichkeit, deshalb lohnt die Frage bei jedem Angebot. Aktuell gehalten werden die Texte über einen freiwilligen Wartungsvertrag, der zusätzlich kleine Änderungen an der Website sowie Wartung und Sicherheitsaktualisierungen abdeckt.
Wem gehört die Website nach der Bezahlung?
Das gehört ins Angebot, sonst ist es Auslegungssache. Sinnvoll geregelt heißt: Die Domain läuft auf deinen Namen, du hast die Zugänge zu Hosting und Redaktionssystem, und du kannst die Inhalte jederzeit exportieren. Bei Bildern lohnt der Blick auf die Lizenz, denn manche Bilddatenbanken erlauben die Nutzung nur für ein Projekt und nicht für die Weitergabe an dich.